Entwicklung durch Bildung

Mit Bildung in Zukunft investieren

In der heutigen Zeit, in der das Wissen, gerade auch in technischen Berufen und Themen wie der Informatik, nur noch eine geringe Halbwertszeit besitzen, ist kontinuierliche Bildung unerlässlich.

„Wissen hat doch heute die Verfallszeit von Südfrüchten –
Wissen ist ein anderes Wort für Lernbehinderung geworden. “

Fritz B. Simon, Psychiater und Organisationsberater

Meine Werdegang resultiert zum einen darauf, dass ich nie „tote Pferde“ geritten, sondern frühzeitig umgesattelt habe, wenn sich die Sinnhaftigkeit abgezeichnet hat. Wie an anderer Stelle beschrieben nehme ich Chancen war und bringe gerne den Mut zu Veränderung und Übernahme von Verantwortung auf.

Einen sehr hohen Anteil an diesem Lebensweg hat bei mir die kontinuierliche Bildung und der Blick über den „Tellerrand“.

Vorteile von Fortbildung

In Bewerbungsgesprächen wird immer auch über Fortbildung und Zertifikate gesprochen. Viele Bewerber, gerade auch die jüngeren unter 25 Jahren, können keine Nachweise über Fortbildungen bringen, weil sie nicht besucht haben. Natürlich kann man mit einer Fortbildung nicht die gleichen Fähigkeiten erwerben wie jemand, der im entsprechenden Aufgabengebiet mehrere Jahre Praxiserfahrung nachweisen kann. Gerade aber, wenn man diese Praxis noch nicht hat, ist der Nachweis über ein Grundwissen sehr hilfreich, da ein grundsätzliches Verständnis vorausgesetzt werden kann. Viele Bewerber verweisen dann auf den ehemaligen Arbeitgeber, der diese Schulungen nicht genehmigt habe. Das allein darf aber kein Grund sein sich nicht fortzubilden. Wenn man Interesse an einem Themengebiet hat, ist es sinnvoll dies belegen zu können. Eine Möglichkeit ist der Nachweis über erfolgreich abgeschlossene Projekte oder eben wenigstens eine Zertifizierung, die einen erfolgreiche Prüfung voraussetzt.

80 % der Entscheider achten nicht nur auf die erfolgreiche Teilnahme von Fortbildungen, sondern setzen eigenständiges Engagement voraus.

Möglichkeiten der Fortbildung

Unabhängig davon, muss man als Verantwortlicher für sein Personal ein Budget zur Fortbildung einplanen. Verwendet werden kann dieses Budget in Form von Präsenzschulungen, Webschulungen, Teilnahme an Tagesveranstaltungen, dem Kauf von Fachbüchern und Fachzeitschriften, der Teilnahme an Messen und Kongressen. Darüber hinaus hat sich bewährt, zum Beispiel bei Projekten zur Einführung neuer Techniken, mehrere dedizierte Manntage zur Implementierung, Betrieb und Update der neuen Infrastruktur einzuplanen. Das hat den Vorteil, dass die Mitarbeiter direkt an dem System geschult werden, welches nachher auch zum Einsatz kommt. D.h. der Overhead an nicht relevanten Inhalten wird reduziert, der Anteil an wichtigen Inhalten erhöht. Neben dem Vorteil der Fortbildung kann die neue Infrastruktur im Anschluss schneller und stabiler in den Live Betrieb überführt werden.

Durch diese intensive Schulung lernen sich Mitarbeiter und Consultant des Dienstleisters kennen und bauen eine persönliche Beziehung auf. Diese Beziehung ist auch in der Zeit nach dem Going live sehr hilfreich, wenn man kurzfristig Rückfragen hat oder es gar zu einer Eskalation kommt.

Bei diesen dedizierten Tagen ist dafür Sorge zu tragen, dass die Mitarbeiter nicht permanent aufgrund des Tagesgeschäftes aus den wichtigen Terminen gerissen werden.
Ist dies gewährleistet, halte ich diese Variante für beide Seiten als sehr gewinnbringend.

Kontinuierliche Fortbildung in meinem Leben

In jungen Jahren habe ich selbst durch den Besuch eines mehrwöchigen Abendkurses zum Netzwerkadministrator die Weggabelung zum Einstieg in die IT beschritten.
In den folgenden Jahren besuchte ich sehr viele fachbezogenen Schulungen, die ich und wenn möglich immer mit einer Prüfung abgeschlossen habe. Angefangen mit Kurzkursen zu Netzwerktechnik und der Informationssicherheit über Verzeichnisdienste, Softwareverteilung, Mailsysteme, Betriebssysteme wie Novell Netware und Linux, einen berufsbegleitenden mehrmonatigen Kurs an den Wochenenden für Windows NT. Ich besuchte Weiterbildungen zum Certified Network Security Engineer, Intensivseminare zum Hacking und der Risikominimierung, SAP Fortbildungen, ITIL V3, englische Konversationskurse, aber ebenso auch Weiterbildung zur allgemeinen Themen wie IT-Verträge oder Performance Monitoring.
Im Frühjahr 2013 bildete ich mich privat zum zertifizierten Datenschutzbeauftragten weiter und später auch zu ISO 27001.

Eine der letzten Fortbildungen war ein fortgeschrittener Präsentationskurs, mit Fokus auf die praktische Umsetzung mit Videoaufzeichnung und permanentern Feedback. Sehr zu Empfehlen, wenn man z.B. auf Events Vorträge hält oder an anderer Stelle präsentiert.

„Skirennen werden im Sommer entschieden.“

Peter Müller, Schweizer Skirennfahrer und Weltmeister

Ich habe Fortbildungen immer passend zu meinen Aufgabengebieten und meiner persönlichen Planung geplant, zu großen Teilen selbst gezahlt und Freizeit investiert. Es ist das notwendige Training im Sommer, dem ein Rennen folgt, sobald der erste Schnee fällt.

Ergänzend besuche ich regelmäßig Tagesveranstaltungen, die Vorträge zu unterschiedlichsten Themen bieten. Dies können Fachtagung im Bereich IT sein, IT Sicherheit, Projektmanagementmethoden, Fachtagungen von Hypervisoren und Collocatern, im Verein „Zeitsprung IT Forum Fulda“ organisiere ich selbst Vorträge oder Firmenbesichtigungen.
Das „Marketing Netzwerk“ organisiert regelmäßig Betriebsbesichtigungen mit Vortrag, in denen unter anderem die Marketingskonzepte und Marketingspläne unterschiedlicher Branchen wie der Logistik, dem Versandhandel, produzierenden Unternehmen oder IT Dienstleister in vorgestellt werden.
Auch Hochschulen bieten viele Möglichkeiten, um an Fachvorträgen teilzunehmen.

Den Horizont erweitern…
Auszug besuchter Vorträge

  • „Künstliche Intelligenz – bleiben wir schlauer als die Roboter“ – Hirnforscher Dr. Boris Nikolai Konrad
  • „Die neue Seidenstraße – Was verbirgt sich hinter dem vielleicht größten Projekt der Menschheitsgeschichte?“ – Uwe Leuschner, Deutsche Bahn, Senior Vice President Business Development Eurasia und Dr. Karin von Bismarck, Partnerin bei Stanton Chase.
  • „Digitalisierung, Globalisierung und die Arbeit der Zukunft“ – Dr. h.c. Thomas Sattelberger, Sibylle von Brunn und Prof. Dr. Anja Thies
  • „Fit für Smart Production – Herausforderungen für KMU“ – Wie der Weg zur intelligenten Produktion – Prof. Dr.-Ing. Bernd E. Meyer, Wissenschaftlicher Leiter der Privaten Berufsakademie Fulda, Andreas Bildstein, Gruppenleiter am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart
  • „Onlineshops für den stationären Einzelhandel“ – heldenzeit
  • “Digitale Transformation – Den Strukturwandel managen oder untergehen” – Prof. Dr. Klemens Skibicki (#profski):
  • „Logistik weiter denken!“ – Veranstaltung zum „Tag der Logistik“ der Bundesvereinigung Logistik (BVL)
  • „Digitale Transformation in der Arbeitswelt des Mittelstands“ – Hartmut Ball Dipl. Ing. (FH), Vice President Smart Factory bei Heidelberger Druckmaschinen AG in Heidelberg, Carlos Salgado B.A., Leiter des Studien- und Transferzentrums Fulda der Steinbeis-Hochschule Berlin
  • ALDI SÜD „Vom Local zum Global Player“ – Dr. Andreas Dold, Geschäftsführer der ALDI GmbH & Co. KG
  • „Flexible Produktionsarbeit der Zukunft“ – Dr.-Ing. Moritz Hämmerle, Leiter Competence Team Production Excellence am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO in Stuttgart
  • „Wirtschaftsspionage 2.0 – digitale Gefahren für Ihr Know-How“ – Manfred Ries (Hessisches Landesamt für Verfassungsschutz) und Christian Schülke (Hessen-IT „Expertengruppe IT-Sicherheit
  • „ISIS12 als Alternative zum BSI Grundschutz und ISO27001“ – Die Methodik von ISIS12 und Unterschiede zu BSI IT Grundschutz und ISO27001
  • „Zwischen Weicheiern & Hardlinern–Wirtschaftsmediatoren @SAP“ – Wirtschaftsmediation und Konfliktmanagement – Jürgen Briem, verantwortlich bei SAP für die globale Einführung eines Konfliktmanagementsystems (KMS) für innerbetriebliche Konflikte
  • „Tatort Internet – Der Mitarbeiter als Restrisiko – und wie kann ich mich schützen!“ – Markus Wortmann, Kriminologe und Polizeiwissenschaftler
  • „Vertriebsintelligenz – mehr Verkaufschancen für mein Unternehmen“ – Carsten Micheel-Sprenger, CMS GmbH
  • „Körpersprache im Business“ – Christian Morgenweck
  • Marketing der Spotlight Musical“ – Peter Scholz, geschäftsführender Gesellschafter der Spotlight Musical GmbH
  • „Krisenkommunikation – Krisen kommen immer freitags“ – PR-Experte, Dr. Andreas Bachmeier, Vorstand der Münchner Unternehmensberatung Engel & Zimmermann
  • „Markenführung im digitalen Wandel – Sehen, hören, fühlen, teilen“ – Wie verändert sich Markenführung und Markenwahrnehmung im digitalen Wandel? – Patrick Breitenbach Gründer des Werbebloggers, Autor, Publizist, Mediendesigner und Berater